Aktien und die Angst zu verlieren

By Michael Katzmann | Thema der Woche

Sind Aktien etwas Neues?

Weil viele nicht genau wissen, wie Aktien funktionieren und es niemand wirklich in der Schule erklärt, haben viele Angst mit Aktien Geld zu verlieren.

Zu Recht.

Aber sind Aktien etwas Neues? Eine Modeerscheinung, die bald wieder verschwinden wird?

No way.

Aktien haben eine lange Geschichte. Vor mehr als 400 Jahren wurde die erste Aktie ausgegeben. Genauer, am 20 März 1602 wurde die „Vereenigde Oost-Indische Compagnie“ (VOC) gegründet. Sie war ein Zusammenschluss von Amsterdamer Gewürzhändlern, um gemeinsam eine Schiffsflotte zu finanzieren. Mit der Schiffsflotte wurden Gewürze aus Indien und Indonesien, Tee, Seide und Porzellan aus China oder Kupfer und Edelsteine aus Siam nach Europa importiert.

Durch die Gründung einer Aktiengesellschaft konnten die einzelnen Händler mehr erreichen und verteilten gleichzeitig das Risiko eines Verlustes auf mehrere Schultern. Jeder, der Kapital einzahlte, also Aktien am Unternehmen kaufte, hatte ein Anrecht auf die Gewinne der Gesellschaft. Dividenden wurden damals in Naturalien (Gewürze, Seide, etc.) ausgezahlt und waren zur damaligen Zeit sehr viel wert.

Aktien _VOC_Quelle Wikipedia_Beispiel erste Aktiengesellschafr

Heute gibt es tausende von Unternehmen, die als Aktiengesellschaften auf den Markt treten und mit deren Anteilen wir täglich Handel betreiben können.

Das Risiko mit Aktien alles zu verlieren

Totalverlust, das Geld ist futsch und dein hart verdienter Lohn ist einfach so weg. Ob das schon mal passiert ist? Ja, und zwar schon sehr sehr oft.

Aber lass mich dir etwas verraten… das passiert nur, wenn du auf eine einzige Aktie, also nur auf ein Pferd setzt.

Nehmen wir mal an, dir würde folgendes wiederfahren:

Du arbeitest jeden Tag hart für dein Geld und legst dein Erspartes auf ein Sparbuch, auf dem du mickrige Zinsen in Höhe von 0,3 Prozent bekommst. Auf dich warten noch mindestens 30 Jahre Arbeit, bevor du (vielleicht) deine Rente bekommst. Da du noch nie was von der Geldkatze gehört hast, sind dir das Geschäft mit Aktien und Vermögensaufbau, zugeschnitten auf deine Ziele und Gewohnheiten, unbekannt.

Eines Tages bekommst du einen heißen Tipp von deinem Nachbarn: Es handelt sich um die Investition in eine besondere Aktie und man kann dabei nur gewinnen – ein todsicherer Plan!

Nennen wir die Firma Enron. Die Enron AG fährt seit ein paar Jahren fantastische Gewinne ein und belohnt seine Aktionäre mit traumhaften Kursgewinnen. Du beginnst dich mehr und mehr für das Unternehmen zu interessieren. In der Unternehmenspräsentation reden sie davon, wie sie den Energiemarkt revolutionieren und auch in Zukunft noch mehr Gewinn machen werden.

Die Zeitungen schreiben über die Enron AG und preisen sie in den höchsten Tönen an. Dein Bankberater ist begeistert von dem Unternehmen, hat selbst schon Aktien gekauft und verweist als Beweis für den sicheren Aktientipp auf die sehr positiven Berichte der Aktienanalysen der großen Banken. “Die können doch nicht falsch liegen – das ist ein sicheres Geschäft!”

Und weil dein Nachbar schon früh Aktien von Enron gekauft hat, fährt er mit einem neuen schicken 911, seine Frau hat plötzlich neue Brillanten am Hals und die Kinder spielen alle mit ihrem neuen Tablet von Apple.

Dabei denkst du dir dann vielleicht: Das will ich auch!

Und deshalb nimmst du dein gesamtes, hart erspartes Geld, eröffnest ein Depot bei deiner Bank und kaufst dir für 50.000 € Aktien der Firma Enron. Am Anfang schaust du dir täglich den Kurs an. Jeder Hüpfer nach oben zaubert dir ein stolzes Lächeln für diesen Tag auf dein Gesicht und jeder Tag, an dem die Aktie ins Minus geht, ist ein mieser Tag.

Nach einem halben Jahr hat sich dein Einsatz bereits verdoppelt und du fühlst dich, wie dein Nachbar: Du bist auf der Gewinnerstrecke, Überholspur und nichts und niemand auf der Welt kann dich aufhalten.

Und weil das Leben so kurz ist und du so ein guter Investor bist, nimmst du einen Kredit auf und kaufst noch mehr Aktien von Enron. Das Leben ist ein Ponyhof und du kaufst dir auch einen Porsche, deckst deine Geliebte(n) in die schönsten Gewänder und planst schon die tollsten und luxuriösesten Reisen. Die Aktie kann ja nur steigen und deshalb kaufst du dir all die schönen Sachen auf Pump.

Die Welt könnte so schön sein, wenn nicht plötzlich ans Licht käme, dass die Enron AG in einen Skandal verwickelt ist. Die Bilanzen wurden gefälscht, die Gewinne waren nichts als heiße Luft. Deine Aktie stürzt ins Bodenlose. Vor deinen Augen zerrinnt dein gesamtes Erspartes und du kannst es nicht fassen: „Nein, das darf nicht wahr sein! Das Unternehmen wird sich erhohlen und alles wird wieder gut!”

Ein paar Tage später meldet die Enron AG Insolvenz an und alles ist weg. Deine Gewinne und dein gesamtes Erspartes sind ins Nichts verschwunden und das Einzige, was dir übrig geblieben ist, ist ein großer Berg an Schulden, den du dein Leben lang abbezahlen musst.

Das traurige an der Geschichte ist, dass sie für viele Menschen Realität wurde. Enron war eine echte Firma aus den USA und tausende von Menschen hatten die Hoffnung, einen riesen Gewinn mit dem Unternehmen zu machen. Sie verschuldeten sich bis über beide Ohren und haben am Ende alles verloren.

 

Das Gesetz der Vermögensbildung

Was haben all die (Aktien-) Anleger falsch gemacht?

Die Geldkatze hat dir im letzten Beitrag gezeigt, dass keiner voraussagen kann, was auf den Aktienmärkten passieren wird. Wenn es so wäre, wären wir alle schon Milliardäre.

Doch es gibt sie, die Regeln des Investierens. Eine sehr wichtige lautet:

„Investiere nie dein gesamtes Geld in nur eine Aktie”

Am Beispiel von Enron haben wir gesehen, wie verhängnisvoll das Wetten auf eine Aktie sein kann. Im besten Fall bringt sie dir wirklich viel Geld ein, jedoch ist das sehr unwahrscheinlich.

Wenn du es schaffen solltest, eine Aktie am billigsten Punkt, d.h. dem tiefsten Kurs zu kaufen und dann beim höchsten Punkt, d.h. da, wo die Aktie am teuersten ist (bevor sie wieder fällt), zu verkaufen, dann gratuliere ich dir.

Denn dann bist du schlauer als die reichsten Menschen dieser Erde. Du bist besser als tausende von Analysten, die ihren Tag ausschließlich damit verbringen, die Aktienmärkte zu beobachten. Du bist besser als die Heerscharen von Menschen, die von den besten Universitäten der Welt kommen und besser als die, die jeden Tag Millionen in die Aktienmärkte investieren.

Glaubst du wirklich, dass du besser beim Investieren bist als alle Profis zusammen?

Sollte deine Antwort JA sein, dann schick mir bitte eine Mail… ich werde sofort bei dir investieren, wenn du mir Beweise schicken kannst.

Sollte die Antwort NEIN sein, dann willkommen in der Realität.

Damit dir nicht das gleiche Schicksal blüht, wie all den Leuten, die in Enron investiert haben, musst du deine Investitionen diversifizieren, um das Risiko eines Totalverlustes so weit wie möglich zu minimieren.

Diversifizieren bedeutet nichts anderes als dein Geld in mehrere Töpfe zu verteilen. Du solltest in verschiedene Vermögensklassen diversifizieren, indem du z.B. einen Teil deines Geldes in Aktien steckst, einen weiteren Teil in Anleihen investierst, einen anderen Part auf deinem Tagesgeldkonto verzinsen lässt und den Rest, z.B. in den Kauf einer Immobilie steckst.

Die Chancen, dass du einen Totalverlust erleidest, haben sich damit drastisch verringert.

Du streust also das Risiko. Wenn z.B. eine Aktie futsch geht, so ist das zwar unangenehm, aber deine restlichen Investments – deine Anleihen, dein Tagesgeldkonto und deine Immobilien – bringen dir dafür weiterhin schöne Erträge. Du kannst aber nicht nur über verschiedene Vermögensklassen (Aktien, Anleihen, Immobilien, etc.) diversifizieren, sondern auch innerhalb einer Vermögensklasse (z.B. nur Aktien, dafür in verschiedene Industrien und Länder).

Die Grundlagen der Diversifikation wurden von Harry M. Markowitz entwickelt. Dafür erhielt er 1990 dann auch den Nobelpreis!

Aktien _Portfoliotheorie_Quelle Wikipedia

Alles in Allem hat er herausgefunden, das ein Anleger (z.B. Aktionär) hohe Renditen erwartet, aber dafür auch hohe Risiken eingeht. Einerseits soll die Rendite deines Investment hoch sein und auf der anderen Seite sollte das Risiko dein Geld zu verlieren, so gering wie möglich bleiben.

Um das zu erreichen, müssen sich Investments gegenseitig „ausbalancieren”. Mittels Diversifikation lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen ein großer Teil der Risiken eliminieren, ohne groß auf deine Rendite verzichten zu müssen! Die Risiken addieren sich nicht, sondern heben sich, zum Teil, gegenseitig auf.

Dabei zeigt Markowitz, dass bestimmte Beziehungen zwischen verschiedenen Investments bestehen. Sie korelieren auf unterschiedliche Weise miteinander.

Wenn du z.B. nur Aktien von Ölproduzenten kaufst und der Preis von Öl (wie jetzt) stark fällt, dann verlierst du Geld, weil alle Ölproduzenten in absehbarer Zukunft weniger Gewinn machen werden. Die Aktien der Ölindustrie korrelieren stark miteinander, d.h. sie marschieren zusammen in die gleiche Richtung, egal ob es nach oben oder nach unten geht.

Wenn du aber einen Teil deines Geldes in Aktien gesteckt hast, die von einem niedrigen Ölpreis profitieren, wie z.B. die Chemie- oder die Flugzeugindustrie, dann werden sich deren Aktien mit hoher Wahrscheinlichkeit besser entwickeln, da diese Firmen höhere Gewinne machen werden. Die BASF muss weniger für Öl zahlen und die Lufthansa muss weniger für Kerosin ausgeben.

Für beide Unternehmen ist der Ölpreis ein wichtiger Faktor, weil ein großer Teil ihrer Kosten abhängig vom Ölpreis sind. Sind die Kosten geringer und die Umsätze gleichbleibend, so steigen die Gewinne der Unternehmen (Umsatz – Kosten = Gewinn). Die beiden Industriezweige Ölindustrie und Chemie und Flugzeugindustrie, korrelieren negativ miteinander. Wenn sich die Aktien der einen Industrie in die eine Richtung bewegen, bewegen sich die anderen in die entgegengesetzte Richtung.

Damit „balanciert” sich dein Portfolio aus und die Risiken werden geringer.

Wenn du mehr über Korrelationen und die Auswirkungen auf dein Portfolio erfahren möchtest, dann kannst du dich auf dieser Seite informieren.

Sorgt diese Theorie also dafür, dass ich nie Verluste erleide?

Die Antwort ist leider nein.

Es ist eine schöne Theorie und sie funktioniert auch – nur eben nicht immer: Die Realität schlägt sie in vielen Fällen.

Warum das so ist? Nun ja, viele glauben das die BWL oder die Finanzwirtschaft nach den Gesetzen der Naturwissenschaften funktionieren.

Klingt gut, dem ist aber nicht so.

Bei den Naturwissenschaften wurde beobachtet, Naturgesetzte ausgemacht und für die Menschheit genutzt. Vielleicht erinnerst du dich noch an deinen Lehrer, der dir in der Schule erklärt hat, wie die Schwerkraft funktioniert und welche Formel dahintersteht? Der Apfel ist damals auf Newtons Kopf gefallen und deshalb können wir heute Raketen ins All schießen. Es sind Gesetze, die sich nicht verändern und bei denen wir uns darauf verlassen können, dass sie morgen auch noch wahr sind.

Die BWL oder allgemein die Finanzmärkte beruhen auf Sozialwissenschaften. Die „Gesetze”, die hier gelten, beruhen auf dem menschlichen Verhalten und du weißt, wie zuverlässig das ist… bestimmt hast du Folgendes auch schon erlebt: Eine Freund/in sagt dir zu, dass sie dich anrufen wird und dann passiert doch nichts oder er/sie sagt dir „ich bin in 5 Minuten da” und 20 Minuten später ist noch immer niemand in Sicht.

Und weil das so ist, haben wir schon öfter erlebt, wie alle Märkte gleichzeitig einstürtzen, obwohl sie negativ miteinander korrelieren. Ein schönes Beispiel, wo die Korellationen wenig geholfen hat, war die letzte Finanzkrise. Normalerweise korellieren z.B. Aktien und Anleihen negativ. Zum Ausbruch der Finanzkrise war das nur bedingt der Fall. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich hier informieren.

Aber Geldkatze, warum erklärst du mir es dann? Und WAS muss ich jetzt wissen?

Bei der Geldkatze geht es darum, einfach und besser mit Geld umzugehen und darum, langfristig ein Vermögen aufbauen zu können, dass dich finanziell frei macht.

Die Antwort ist also NEIN, du musst all das nicht lernen. Das übernehmen andere für dich. Das Ziel ist also, seine Zeit nicht mit Forschung um Detailwissen zu verschwenden und trotzdem besser zu sein als der größte Teil der sogenannten Profis. Das Gefühl zu haben, ALLES zu verstehen, wird man nicht erreichen und ist auch nicht Zielführend.

Warum ich dir das alles beschrieben habe: Es ist das Basiswissen des nächsten Schrittes und die Theorie hilft dir dabei, zu vestehen, wie Diversifikation das Risiko eines Verlustes verringert und wie du trotzdem eine angemessene Rendite schaffst, um deine finanzielle Freiheit so schnell wie möglich zu erreichen.

Damit du dir keine Gedanken machen musst, welche Industrien wie miteinander korrelieren und welche Risiken du am besten wie managest, gibt es eine einfache Lösung: Du investierst in viele Industrien gleichzeitig!

Aber Geldkatze, wie soll das bitteschön gehen?

Das Zauberwort heißt ETF (Exchange Traded Fund).

Ein ETF bildet einen bestimmten Index nach, z.B. den DAX (Deutscher Aktien Index). Der DAX ist kein grummliges, schwarz weiß gestreifter Kleinnager, der dir an den Kragen möchte, sondern der wichtigste deutsche Aktienindex.

Aktien _Dax_badger-44202_1280_quelle pixabay

Im DAX sind die 30 größten deutschen Unternehmen enthalten. Bestimmt sagen dir Unternehmen wie Adidas, BMW und Siemens etwas. Jedes dieser Unternehmen arbeitet in verschiedenen Industrien und korreliert auf unterschiedliche Art.

Stell dir einen ETF folgendermaßen vor: Jemand sitzt in seinem schönen Büro und bekommt jeden Tag Geld, dass er anlegen soll. Dieser Fondmanager hat nur eine Aufgabe: Jedes Mal, wenn Geld reinkommt, investiert er es in die 30 Deutschen Unternehmen des DAX. Das war’s. Das ETF bildet damit den DAX nach und du bist automatisch in die 30 größten Unternehmen Deutschland investiert und das für einen recht günstigen Preis.

Wenn du es dem Fondmanager gleichtun würdest, also in jedes der 30 Unternehmen, selbst investieren würdest und jeden Monat ein paar Aktien von allen 30 Unternehmen kaufen würdest, dann wäre das ein relativ hoher Aufwand. Außerdem müsstest du bei jeder Transaktion (Kauf oder Verkauf) Gebühren zahlen. Und das kann richtig teuer werden!

Der große Vorteil von ETFs ist, das wenn eine Firma aus dem DAX pleite geht, es keinen Totalverlust bedeutet. Du hast noch weitere 29 Topunternehmen, die ggf. sehr gute Gewinne machen. Außerdem wird der Pleitekandidat recht schnell aus dem DAX geschmissen und durch das nächst größere Unternehmen ersetzt.

Aber was ist, wenn es Deutschland und seinen Unternehmen schlecht geht? Schließlich ist Deutschland schon öfter Pleite gegangen als Griechenland!

Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dein Aktienportfolio noch weiter zu diversifizieren. Du kannst ETFs nämlich auch für ganze Kontinente und sogar die ganze Welt kaufen. Ja richtig gehört, du kannst in die ganze Welt investieren und das sogar recht günstig.

Und wie funktioniert das?

Genau wie du ein ETF auf den DAX kaufen kannst, so kannst du auch ETFs anderer Indizies kaufen (Indizies sind zusammengefasste Gruppen von Aktien) – z.B. den EuroStoxx 50, der die 50 größten Unternehmen Europas zusammenfasst. Und wenn es eine Nummer größer sein soll, kannst du auch in einen Weltindex aka ETF investieren, der 2.470 Unternehmen weltweit abbildet.

Hier kommt manch einem vielleicht die Frage, warum man denn überhaupt in Aktien investieren sollte?

Wir sind zur Zeit etwa 8 Mrd. Menschen auf diesem Planeten und die Tendenz ist steigend. Durch immer größeren Wohlstand der Bevölkerung werden Komponenten moderner Gesellschaften, wie Energie oder Versicherungen immer stärker gebraucht und gefragt. Aber auch Elemente, wie Facebook und Amazon, werden in den kommenden Dekanden, dank  größeren Wohlstands und steigender Bevölkerungszahlen, mehr Umsatz- und Gewinn bringen.

Aktien _Mehr Menschen_audience-828584_1280_quelle pixabay

Die Geldkatze hat früher nur in vereinzelte Aktien investiert

Ich habe die letzten 10 Jahre damit verbracht, Aktien und Aktienmärkte zu analysieren. Für mein Hobby wurde ich eine Zeitlang sogar gut bezahlt und meine Gewinne (Rendite) auf Aktien waren fast immer positiv und teilweise auch sehr hoch.

Meine letzte größere Summe habe ich 2009 in verschiedene deutsche Aktien investiert und mein investiertes Vermögen hat sich bis dato um 50% vergrößert (die meisten Aktien habe ich dann auch Mitte 2015 verkauft). Wenn ich also 5.000 € investiert habe, dann hätte ich heute (vor Abzug von Steuern) 7.500 €.

Zum Vergleich: Auf deinem Sparbuch mit damals 1% Zinsen (und heute viel weniger), hättest du im gleichen Zeitraum eine Summe von 5.307,60 € angespart… vor Steuern.

Aktien auszuwählen (Stock picking) ist eine Heidenarbeit. Ich habe sehr viel Zeit investiert, die ich auch nicht missen will. Retrospektiv hätte ich mir das Leben aber auch wesentlich einfacher machen können….

Wärend ich mich abgemüht habe, die besten Aktien nach dem „Value Investing Prinzip” zu finden und zu analysieren, hätte ich mir das Ganze auch sparen können, indem ich einfach in einen DAX ETF investiert hätte.

Die Belohnung wäre bis vor zwei Monaten eine Verdoppelung meines Investments gewesen! Und das mit einem Aufwand von insgesamt 15 Minuten. Gesparte Summen automatisch in ETF investieren, sich dann 6 Jahre um andere Sachen kümmern und anschließend ggf. mit dem doppelten Betrag wieder verkaufen.

Fazit

Heute haben wir gesehen, wie gefährlich es sein kann, auf den Nachbarn und den Bankberater zu hören. Einzelne Investments in Aktien können dich dein Erspartes kosten und einen todsicheren Tipp gibt es nie!

Wie wichtig eine Diversifikation ist, steht außer Frage und wie du das am besten umsetzen kannst, ist dir jetzt auch klar. ETFs haben zahlreiche Vorteile zu Einzelinvestments:

  1. Du kaufst dir durch einen Index ein stark diversiviziertes Portfolio an Unternehmen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass alle 30 DAX Unternehmen bzw. alle 2.470 Aktien – Unternehmen der Welt – gleichzeitig Pleite gehen.
  2. Trotzdem solltest du nie dein ganzes Geld in Aktien stecken. Denk immer an deine finanzielle Sicherheit und investiere auch, wenn möglich, in Immobilien und Anleihen.
  3. Mit einem ETF beteiligst du dich quasi an ganzen Volkswirtschaften bzw. der Welt. In den kommenden Jahrzenten werden wir immer mehr Menschen auf diesem Planeten sein. Und mit dem steigenden Reichtum müssen immer mehr Bedürnisse befriedigt werden. Davon profitierst du, als Aktionär.
  4. Du brauchst nur geringe bis gar keine Kenntnisse über Aktienmärkte und musst im Grunde genommen nur wissen, welche ETFs es gibt und welche zu dir passen.

In den nächsten Beiträgen zeige ich dir, was der Unterschied zwischen einem gemanagten Fond und einem ETF ist, welche ETFs sinnvoll sind und warum es so wichtig ist, langfristig zu investieren.

Ich freue mich über dein Feedback!

Lebt in Freiheit und mit Leidenschaft,

Euer Michael

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About the Author

Ich bin Michael Katzmann und meine Mission ist es, das Wissen um Finanzen und Geld einfach und verständlich zu vermitteln. Ja, jch bin ein Finanz-Nerd und seit 15 Jahren im Geschäft. Warum ich die Geldkatze gegründet habe? Ganz einfach. Es geht mir ziemlich auf die Nerven wie sehr wir alle von der Finanzindustrie veräppelt werden. Ich weiß woven ich spreche, da ich selber in dieser Industrie gearbeitet haben und nun die Seiten gewechselt habe... Ich verkaufe keine Finanzprodukte, sondern zeige Dir, wie Du die richtigen Entscheidungen triffst.

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