Deine finanzielle Standortbestimmung

By Michael Katzmann | Thema der Woche

Warum es so wichtig ist, deinen finanziellen Standort zu kennen

Vielleicht fragst du dich, warum es so wichtig ist, deinen finanzielle Standortbestimmung zu kennen?

Es ist ein bisschen wie mit einem Auto. Wenn du mit einem runtergerockten 1972 Toyota Corolla, der vielleicht 800 € Wert ist, in die finanzielle Freiheit startest, wird es etwas länger dauern als mit einem nagelneuen Porsche Caymen für 90.000€.

Mit dem, was du jetzt in diesem Moment hast, müssen wir arbeiten, um herauszufinden, wie schnell du in die finanzielle Freiheit fahren kannst.

Deine finanzielle Standortbestimmung zeigt dir außerdem, wie erfolgreich du momentan bist. Lebst du in Schulden oder hast du dir schon ein kleines Polster aufgebaut. Arbeitet dein Geld für dich, oder arbeitest du für das Geld?

 

 Wie bestimme ich meine finanzielle Standortbestimmung?

Hier gehen wir ans Eingemachte. Um den finanzielle Standortbestimmung zu bestimmen, müssen wir folgendes herausfinden:

  1. Was du besitzt
  2. Wie hoch dein Einkommen ist
  3. Wie hoch deine Ausgaben sind

Das hört sich vielleicht etwas lapidar an, aber nicht viele können dir auf Anhieb sagen, was sie besitzen, wie hoch ihr durchschnittliches Einkommen ist und wie hoch ihre Ausgaben sind. Die meisten schauen am Ende des Monats auf ihr Konto und sind erfreut oder erschrecken sich zutiefst.

Wie du herausfindest, was du besitzt

Da ich ein großer Fan von einfachen Lösungen bin, kannst du folgendermaßen vorgehen:

Nimm dir ein Stück Papier, oder noch besser, öffne eine Excel-Tabelle und unterteile das Papier oder das Excel-Sheet in drei Bereiche.

  1. Cash-Mittel
  2. Sparanlagen
  3. Fester Besitz

Mit Cash-Mittel ist dein gesamtes Geld gemeint, das du sofort zur Verfügung hast. Dazu zählt das Bargeld, dass z.B. bei dir zu Hause liegt, das Geld auf dem Girokonto oder das Geld auf dem Sparbuch usw. Entscheidend ist, dass du es innerhalb kurzer Zeit verwenden kannst.

Spareinlagen ist das Geld, das du nicht sofort abheben kannst, bzw. bei dessen Abhebung du einen finanziellen Verlust erleidest. Das sind z.B. Sparbriefe oder der Bausparvertrag.

Der letzte Punkt sind deine  „festen Besitztümer”, die noch einiges an Wert haben. Hast du z.B. ein Auto, das du innerhalb von 4 Wochen für 1.000€ verkaufen kannst? Oder eine Goldmünze der Omi, welche dir ein paar hundert Euro einbringt? Wichtig ist an dieser Stelle, dass du dich nicht in Kleinigkeiten verstrickst. Am besten listest du die 3 wertvollsten Sachen auf.

Das Ergebnis könnte dann z.B. so aussehen:

Standortbestimmung Was besitze ich

Gratuliere! Jetzt weißt du genau, was du an Materiellem besitzt! Wie fühlt sich das an? Falls dir die Zahl zu niedrig erscheint, dann lass dich nicht entmutigen. Egal was du momentan besitzt, viel wichtiger ist, was du in Zukunft besitzen wirst und dass du einen wasserdichten Plan aufstellst, um an dein Ziel der finanziellen Freiheit zu gelangen.

Finde deinen Cashflow

In jeder Lebensphase haben wir verschiedene Bedürnisse. Als Schüler bekommen wir das Geld meist noch von den Eltern. Die Ausgaben sind auf die Einnahmen begrenzt. In der Ausbildung oder in der Uni verdienen wir meist schon selbst etwas. In dieser Zeit sind unsere Ansprüche in der Regel noch nicht so hoch und wir entwickeln ein Gefühl dafür, was Dinge wirklich kosten.

Sobald wir im Berufsleben sind, steigen meist auch unsere Ansprüche. Wir wollen ein eigenes Auto, es müssen verschiedene Versicherungen abgeschlossen werden und unsere Wohnung soll auch schön aussehen.

Egal in welcher Lebensphase du dich befindest, es ist sinnvoll die Einnahmen und Ausgaben der letzten Jahre zu kennen. Der Durchschnitt der letzten zwei Jahre gibt dir z.B. ein ganz gutes Bild über deinen Cashflow, d.h. die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben.

Hast du einen positiven Cashflow, nimmst du mehr Geld ein als du ausgibst und hast damit deine persönliche Sparrate.

Ausgabespitzen, wie der Kauf eines Autos oder ein Urlaub, werden dadurch auf längere Sicht geglättet und an deinen Cashflow angepasst, wodurch eine bessere Aussage über dein (Cashflow-)Verhalten möglich wird.

Wie findest du deinen Cashflow nun mit möglichst geringem Aufwand?

Wenn du schon länger bei einer Bank bist und auch einen Online-Zugang hast, kannst du folgendermaßen vorgehen:

  • Logge dich online bei deiner Bank ein
  • Geh auf die  Kontoumsätze und wähle den Zeitraum der letzten zwei Jahre (24 Monate) aus
  • Lade dir die Kontoumsätze herunter. Du erhälst eine Excel-Datei in der all deine Zahlungseingänge (Einnahmen) und Zahlungsausgänge (Ausgaben) vermerkt sind.

Das ist dein Basisdokument, mit dem du innerhalb von wenigen Minuten deine Einnahmen und Ausgaben der letzten zwei Jahre analysieren kannst.

Um nun deine durchschnittlichen Einnahmen bzw. Ausgaben zu ermitteln, kannst du eine weitere Spalte aufmachen und alle Einnahmen aus den Zellen kopieren und in die neue Spalte einfügen.

Wenn das geschafft ist, musst du nur noch die Summe der Einnahmen-Spalte summieren und durch 24 (Anzahl der Monate) teilen. Nun hast du die durchschnittlichen Einnahmen pro Monat der letzten zwei Jahre.

Das gleiche machst du mit der Ausgaben-Spalte (die jetzt von den Einnahmen bereinigt ist) und du erhälst die durchschnittlichen Ausgaben pro Monat der letzten zwei Jahre.

Gratuliere! Noch ein Schritt und du weißt, was dein Cashflow ist: Subtrahiere die beiden Ergebnisse und du hast du eine ungefähre Vorstellung davon, wie viel du bisher gespart hast bzw. wie dein Cashflow ist.

Mit diesem Ergebnis können wir auch sofort herausfinden, wie hoch deine persönliche Sparrate ist.

Standortbestimmung Beispielrechnung: Cashflow

Was genau bringt uns die Erkenntnis über unseren Cashflow?

Es ist die Basis für den Weg zur finanziellen Freiheit. Um zu wissen, wie du am schnellsten an dein Ziel kommen kannst, brauchen wir die Information, für was du dein Geld ausgibst.

Dein Cashflow ist Ausgangspunkt für den ersten Schritt in die finanzielle Freiheit: Die finanzielle Sicherheit.

Möchtest du den nächsten Schritt in die finanzielle Freiheit gehen? Dann leg gleich los! Ermittle jetzt deinen finanziellen Standort und deinen Cashflow in kurzer Zeit und leg den Grundstein für deine finanzielle Freiheit.

Lebe mit Leidenschaft und in Freiheit,

Euer Michael

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About the Author

Ich bin Michael Katzmann und meine Mission ist es, das Wissen um Finanzen und Geld einfach und verständlich zu vermitteln. Ja, jch bin ein Finanz-Nerd und seit 15 Jahren im Geschäft. Warum ich die Geldkatze gegründet habe? Ganz einfach. Es geht mir ziemlich auf die Nerven wie sehr wir alle von der Finanzindustrie veräppelt werden. Ich weiß woven ich spreche, da ich selber in dieser Industrie gearbeitet haben und nun die Seiten gewechselt habe... Ich verkaufe keine Finanzprodukte, sondern zeige Dir, wie Du die richtigen Entscheidungen triffst.

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