Deine Gewohnheiten bestimmen deinen Reichtum

By Michael Katzmann | Fakten über Geld

Meine Gewohnheiten, mein bester Helfer

ich lege meine Gewohnheiten offen: Ich liebe Bücher über Persönlichkeitsentwicklung und Bücher über die Vermehrung von Vermögen.

So gut wie alle Bücher haben etwas mit der Vermehrung von Vermögen zu tun. Und damit meine ich nicht nur Geld-Angelegenheiten – mein Wissen erweitert sich. Ich probiere aus, was ich gelesen habe und das gelesene Wissen wird zur Erfahrung und fließt damit in den größten und wichtigsten Posten meiner persönlichen Bilanz. Es bildet den essentiellsten Faktor zur Kreation von mehr Papiergeld und nebenbei ermöglicht es mir ein erfülteres Leben zu führen. Durch ständige Wiederholungen einer Sache wird es immer einfacher, bestimmte Gewohnheiten zu etablieren und zu festigen.

Zuerst erschaffen wir unsere Gewohnheiten,

dann erschaffen sie uns.

– John Dryden

So bin ich dank dem Antrainieren von Gewohnheiten in der letzten Dekade zum „Aktienprofi” geworden und konnte mir in relativ kurzer Zeit ein kleines Vermögen aufbauen. Ich habe meine finanzielle Sicherheit erreicht und bin auf meinem Weg zur finanziellen Freiheit. 2035 werde ich meine finanzielle Freiheit erreicht haben und dann…. bestimmt das gleiche machen und leben, wie bisher: In Unternehmen investieren, lernen und lehren, lesen, reisen etc.

Meine Lebenshaltungskosten sind z.B. recht gering und ICH bin mein größtes Vermögen, es liegt genau zwischen meinen beiden Ohren.

Warum das so ist? Nun ja, das wird stark durch meine Gewohnheiten bedingt.

Aber wie haben sich die Gewohnheiten bei mir entwickelt? Wie sind sie entstanden und vor allem: wie konnten sie sich etablieren und sich festigen?

Wir nehmen vieles aus unserem Elternhaus mit. Wir lernen von unseren Freunden und Verwandten oder kommen durch andere äußere Umstände zu Gewohnheiten.

Gewohnheiten Pixabay_Die macht der Gewohnheiten

Ich habe in Landshut studiert und da ich zu jener Zeit recht knapp bei Kasse war, habe ich bei Oma Schwarz ein möbliertes Quartier bezogen. Oma Schwarz war nicht meine richtige Oma und das Quartier war ein Zimmer im Keller eines Hauses. Irgendwo am A**** der Welt. Nach Abzug der Mietkosten i.H.v 120 €, blieben mir noch ca. 5€ pro Tag übrig. Ich hatte keinen Kühlschrank, keinen Fernseher, keinen Laptop, keine Küche… Sparta lässt grüßen!

Ob ich heute auch so lebe? Nein! Aber retrospektiv betrachtet hatte ich eine tolle Zeit, die meine Gewohnheiten wesentlich beeinflusst haben. Ohne das Meer an heutiger Ablenkung habe ich Dostojewskis „Krieg und Frieden“, Pasternaks „Dr. Schiwago“ und etliche weitere 1000 Seiten gelesen. Dabei habe ich mein Grundstudium (Diplomjahrgang!) in zwei Semestern gepackt, anstatt in 4, um danach in Cambridge (England) studieren zu dürfen.

Außer einer Leuchte aus den 60ern, die ich in England von der Heilsarmee gekauft habe, habe ich noch nie Möbel besessen geschweige denn ein eigenes Auto. (Allerdings hatte ich zeitweise einen tollen Firmenwagen).

Viele meiner Freunde sagen mir Rastlosigkeit zu, jedoch kaufe ich lieber Immobilien, in denen dann andere Menschen leben. Ich liebe schöne Dinge, muss sie aber nicht besitzen.

Das Reisen und das Begreifen und Reflektieren von essentiellen Dingen im Leben sind tiefliegende Gewohnheiten und Glaubenssätze meines Lebens geworden. Es widerspricht z.B. meinem Glaubenssatz, etwas zu kaufen, das sofort 20% weniger Wert ist und pro Jahr tausende von Euro schluckt. Ich spreche von Autos. Das wird sich bestimmt auch ändern, aber vorher will ich meine finanzielle Freiheit!

Bitte versteht mich nicht falsch. Ich liebe auch die schönen Dinge des Lebens. Gutes Essen und einen guten Wein, schöne Uhren oder eine tolle Oper. Ich kaufe mir fast ausschließlich Gegenstände mit hoher Qualität – und Qualität hat ihren Preis. Jedoch hat mir ein Mentor mal gesagt: „Billig ist teuer und teuer ist billig.“

Deine Gewohnheiten bestimmen dein Leben

Es ist eine Tatsache, dass Gewohnheiten dein Leben bestimmen und wenn du deine Gewohnheiten nicht kennst, so wirst du zu ihrem Sklaven. Gewohnheiten können positiv sein (z.B. regelmäßiger Sport, gute Ernährung etc.) oder negativ (rauchen, zu viel Konsum, usw.).

Welche gute und schlechte Gewohnheiten hast du?

In Büchern wie der „Die Macht der Willenskraft” und „The Power of Habits” wird eindrucksvoll beschrieben, welchen Einfluss Gewohnheiten auf unser Leben haben. Sie können unser größter Freund oder unser größter Feind sein. Im Buch „The Compuond Effect” wird eindrucksvoll beschrieben wie kleine Gewohnheiten, wie der Zinseszins, eine enorme Auswirkung auf alle Bereiche deines Lebens haben. Sie multiplizieren sich über Zeit und wachsen exponential an. Die guten, sowie die schlechten Gewohnheiten.

Eines Abends erzählte ein alter Cherokee seinem Enkel vom Kampf, der in den Menschen tobt. Er sagte: „Mein Sohn, es gibt einen Kampf zwischen zwei Wölfen in jedem von uns. Einer der Wölfe ist böse. Er ist Zorn, Neid, Eifersucht, Kummer, Bedauern, Habgier, Arroganz, Selbstmitleid, Beschuldigung, Feindseligkeit, Minderwertigkeitsgefühl, Lüge, falscher Stolz, Überheblichkeit und Egoismus. Der andere Wolf ist gut. Er ist Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Bescheidenheit, Freundlichkeit, Güte, Menschlichkeit, Großzügigkeit, Wahrheit, Mitgefühl und Vertrauen.“ Der Enkel überlegte eine Minute und fragte dann seinen Großvater: „Und welcher Wolf gewinnt?“ Der alte Cherokee gab zur Antwort: „Derjenige, den Du fütterst.“

Wenn du nicht aufpasst, werden Gewohnheiten dein Schicksal bestimmen: Sie bestimmen, ob du im Wohlstand und Reichtum leben wirst oder ob dich dein Schicksal in die Abhängigkeit führt und sich deine Sorgen um den nächsten Euro drehen.

Aber was sind Gewohnheiten?

Bis vor Kurzem hätte ich gesagt, dass es repetitive Tätigkeiten sind, die durch bestimmte neuronale Assoziationen verankert sind und ständig wiederholt werden. Und, dass man um Gewohnheiten zu ändern, viel Willenskraft aufbringen muss.

Aber ich war überrascht, als ich erfuhr, das Gewohnheiten viel mehr sind. Wie sich herausstellte, sind Gewohnheiten kleine Chucks (Brocken, Stücke), die auf Autopilot laufen. Sie brennen sich in dein neuronales Netzwerk, dein Gehirn und das dauerhaft. Sobald du eine Gewohnheit entwickelt hast, kann dieses Programm nicht mehr irriversibel gelöscht werden!

Und es wird noch „verrückter”. Wissenschaftler sind der Meinung, dass deine Gewohnheiten wie ein Skript runtergerattert werden und in diesem Zeitraum deine bewussten Entscheidungen einfach ausgeschalten sind. Die Gewohnheiten übernehmen die Kontrolle und steuern dich, bis das Skript zum Ende kommt. Gewohnheiten können uns in bis zu 90% unseres wachen Zustandes kontrollieren!

Wie sieht es mit deinen Gewohnheiten aus?

Gewohnheiten_Achte auf deine Gedanken_Geldkatze

Trinkst du jeden Tag einen Mocha Chocholate bei Starbucks? Oder muss dein Wasser von Gerolsteiner sein? Rauchst du und fährst du lieber mit deinem Auto. statt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln?

Das sind alles Gewohnheiten, die dich arm machen und andere reich. Ich will dir nicht sagen, wie du dein Leben führen sollst. Ich möchte dir nur zeigen, worauf es ankommt, wenn dein Ziel ein finanziell freies Leben ist.

Nehmen wir an. du bist Raucher, trinkst dein Wasser von Gerolsteiner und trinkst deinen Kaffee jeden Tag bei Starbucks. Wenn nun dein Kaffee jeden Tag 2,50€, deine Kippen 5,50 € und das Wasser 1 € kosten, dann sind das 9€ pro Tag. Hört sich jetzt nicht nach einer hohen Summe an, aber lass uns mal sehen, was passiert, wenn wir das Ganze auf 10 Jahre projizieren und einen Abzinsungsfaktor (s.u.) von 3% nehmen.

9€ pro Tag ist nach einem Jahr = 3.285€ und nach 10 Jahren = 32.850€

Wenn wir nun noch den Abzinsungsfaktor nehmen, also die Summe kalkulieren, die herausgekommen wäre, wenn du dein Geld bei 3% angelegt hättest, anstatt es zu konsumieren und du dadurch die Kraft des Zinseszinses hättest wirken lassen, dann wäre eine Summe von 42.920,75 € dabei herausgekommen. Und nach 20 Jahren wären es schon 92.853,46€ gewesen.

Täglich kostet dich die Gewohnheit einer Schachtel Kippen, einer Flasche Wasser und einer Tasse Kaffee bei Starbucks, über die kommenden 20 Jahre kalkuliert über 92 Tausend Euro. Hier sind noch keine Preissteigerungen mit eingerechnet – du kannst diese Zahl also als konservativ betrachten…die Summe liegt wahrscheinlich noch viel höher.

Macht es nun Sinn, deine Gewohnheit zu ändern? Hell yeah! Und nur so nebenbei: Wenn man die Rechnung weiter spinnt, kommen nach 50 Jahren 328.439,85 € dabei raus…

Wenn du jetzt die 328.439,85 € nimmst und diese mit 5% verzinst, dann würdest du jährlich 16.422 € Zinsen bekommen (Steuern noch nicht inbegriffen). Das wären 1.368,50 €, die monatlich auf dein Konto eingehen würden. Und das ohne zu arbeiten! Wie hört sich das für deine finanzielle Freiheit an?

Wie gesagt. ich will nicht das Leben eines Mönchs propagieren und ich wäre der letzte, der einen guten Kaffee nicht zu schätzen wüsste. Jedoch mache ich mir meinen Kaffee lieber selbst (Kosten ca. 25 Cent). Der schmeckt besser und ist günstiger. Ich trinke mein Wasser aus der Leitung und kaufe hin und wieder Mineralwasser. Und die Vorteile von Rauchen sind sowieso klar. Es gibt keine.

Wir haben jetzt gesehen, wie Gewohnheiten deinen Reichtum bestimmen. Was dich schlechte Gewohnheiten in 10, 20 und 50 Jahren kosten und welche Auswirkungen diese Gewohnheiten auf deine finanzielle Freiheit haben. Bislang war allerdings nur von kleinen Gewohnheiten die Rede, die dich bereits auf lange Frist betrachtet, ein Vermögen kosten und bei denen es nicht wirklich wehtut, sie zu verändern oder abzustellen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du deine Gewohnheiten zum Besseren lenken kannst (und ich meine nicht nur die finanziellen Gewohnheiten), dann empfehle ich dir die Seite http://mymonk.de/. Tim macht hier einen hervorragenden Job und ist inzwischen ein Experte auf dem Gebiet.

Lebt in Freiheit (mit guten Gewohnheiten) und in Leidenschaft,

Euer Michael

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Ich bin Michael Katzmann und meine Mission ist es, das Wissen um Finanzen und Geld einfach und verständlich zu vermitteln. Ja, jch bin ein Finanz-Nerd und seit 15 Jahren im Geschäft. Warum ich die Geldkatze gegründet habe? Ganz einfach. Es geht mir ziemlich auf die Nerven wie sehr wir alle von der Finanzindustrie veräppelt werden. Ich weiß woven ich spreche, da ich selber in dieser Industrie gearbeitet haben und nun die Seiten gewechselt habe... Ich verkaufe keine Finanzprodukte, sondern zeige Dir, wie Du die richtigen Entscheidungen triffst.

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