Drei Gründe, warum Frauen bessere Investoren sind als Männer (und wie Du als Mann aufholen kannst)

Frauen bringen das Zeug mit, die besseren Investoren zu sein. 

Wenn es um die Rendite unter Frauen und Männern geht, sind beide in etwa gleich stark. 

Aber!

Die Anlageentscheidungen sind fundamental unterschiedlich. 

Frauen erwirtschaften im Durchschnitt die gleiche Rendite wie Männer.

Das Ganze jedoch bei einem wesentlich geringerem Risiko. 

Diese Tatsache allein, qualifiziert Frauen bereits dazu. die bessere Investoren zu sein ... 

Aber wieso ist das so?

Und warum sollte jemand besser sein, nur weil sie eine gleiche Rendite bei geringerem Risiko erwirtschaftet?

Frauen die besseren Investoren_Blogpost_Geld-katze.de

Was Dich hier erwartet

Um langfristig erfolgreich mit dem eigenen Geld zu sein, bedarf es ein paar wichtiger Eigenschaften.

Dabei ist es ziemlich egal, ob Du als Frau oder als Mann auf diese schöne Welt gekommen bist. 

Aber.

In unserer Gesellschaft hat die Geschlechterverteilung zu folgenden Rollenbildern geführt: 

Mann = Arbeit und Geld

Frau = Haus und Kinder

Natürlich ist das eine sehr platte Aussage. Heute passen Männer auch gerne auf ihre Kinder auf und machen den Haushalt.  

In diesem Beitrag erfährst Du

  • Warum Rollenbilder Frauen beim Investieren ausbremsen.
  • Das Unwissenheit der größte Killer für Rendite ist (bei Frauen mehr als bei Männern).
  • Eine einfache Anlagestrategie die sicherste und beste Lösung für jedermann/-frau ist.

Mädels - macht euch ran an die Buletten

Das mag sich jetzt für einige seltsam anhören, aber ich habe erst nach sehr langer Zeit verstanden, dass bei einem Date nicht über Aktien und Co. gesprochen werden sollte. 

Wenn mich die Dame meines Herzens gefragt hat, was für Hobbys ich habe: So antwortete ich ehrlicherweise (nicht klugerweise), dass mich Kapitalanlagen faszinieren. 

Das war jedes mal ... nun ja ... ein Rohkrepierer. 

Heute mache ich vieles anders, jedoch bleibt mir die Frage: Warum kommt ein Gespräch über Geld eigentlich so gar nicht an?

Ich kenne nur wenige Männer, die aktiv ihr Vermögen erweitern, jedoch noch mal wesentlich weniger Frauen, die das tun ( auch außerhalb meines Dating-Bereichs)

Folgende zwei Felder sind hauptverantwortlich für diese Tatsachen: 

  1. Das Rollenbild der Frau in der Gesellschaft.
  2. Die Angst, Risiken einzugehen.

Mach Dich hübsch und spiel mit Puppen

Gott sei Dank leben wir in einer liberalen Gesellschaft! 

Heute kann jeder, theoretisch, werden und sein, was er oder sie will. 

Diese Situation ist jedoch ein relativ junges Phänomen in unserer Geschichte.

Erst seit 1971 dürfen Frauen in der Schweiz wählen gehen. In Deutschland geht das bereits seit 1919 und Lichtenstein hat sich erst 1984 dazu entschieden. 

Noch heute verdienen Frauen weniger als ihre männlichen Kollegen und sind zu allem Überdruss wesentlich stärker gefährdet, in die Altersarmut zu rutschen.​

Wir rühmen uns einer liberalen Gesellschaft, doch die Realität sieht (noch) anders aus.

Das hat sehr viel mit den ursprünglichen Rollenbildern unserer Eltern und Urgroßeltern zu tun. 

Warum das so ist?

Unser Leben wird in den ersten Jahren hauptsächlich von unseren Eltern geprägt. 

Erst in der Schule bzw. im Studium werden wir zu "innovativen" Gedanken angeregt und uns wird das Bild einer freien Welt vermittelt. 

Trotzdem bleiben die früh gelernten Prozesse über Generationen tief in unserem Unterbewussten versteckt und bilden die Grundlage unseres Handelns. 

Geld wird zum Tabuthema und Sache des Mannes, der sich gefälligst um die Familienkasse kümmern soll.

Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät, die veralteten Glaubenssätze zu verändern. 

Die Angst, das wenige Geld zu verlieren

Je nachdem, welche Studie herangezogen wird, scheuen Frauen tendenziell mehr Risiken. 

Diese Aussage gilt allgemein. Verhält sich das jedoch auch bei Geldanlagen so?

Eine Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) stellt folgendes fest: Frauen investieren hauptsächlich in "sichere Anlagen", wie Sparbuch, Festgeld, konservative Fonds, usw. 

Der Grund liegt, nach Aussagen von Frau Barasinska (Autorin), weniger in der eigentlichen Risikoeinschätzung der Anlage, als in dem wesentlich geringerem Vermögen und Einkommen von Frauen.

Hier beißt sich die Hündin jedoch in den eigenen Schwanz. 

Denn, wer weniger verdient, muss mehr Risiken eingehen, um den Einkommenseffekt langfristig auszugleichen. 

Geld auf ein Sparbuch zu legen reicht da bei Weitem nicht aus!​ 

Einerseits frisst die Inflation einen großen Teil weg und andererseits wird auf den berühmten Zinseszinseffekt verzichtet!​

Drei Gründe, warum Frauen bessere Investoren sind als Männer

Ich stelle hier drei gewagte Thesen auf, die aufzeigen, warum Frauen grundsätzlich die besseren Investorinnen sind:

  1. Frauen halten das Geld (und die Familie) tendenziell besser zusammen.  
  2. Selbstüberschätzung ist eher eine Tugend des Mannes.
  3. Zocken tun nur die wenigsten Frauen.

Alles klar, wird sich die geneigte Leserin denken. Stimmt auf Anhieb, aber was hat das jetzt mit Investieren zu tun?

Zurück zum Rollenbild. Wer kann besser mit Geld?

Wer in Deiner Familie hat damals das Haushaltsbuch geführt?

Papa oder Mama?

Opa oder Oma?​

​Grundsätzlich hatten Frauen das Haushaltsbuch unter Ihrer Kontrolle. 

So schmiss die geneigte Dame den Haushalt, während sich Herr Papa mit seinen Freunden nach Feierabend gemütlich einen hinter die Binde kippte. 

Das führte dazu, das Frauen einen besseren Überblick über die eigenen Finanzen hatten und dafür sorgten, dass die Herren der Schöpfung das ganze Geld nicht in liquides Brot (also Bier) investierten.

Und hier kommen wir schon zu einer Grundeigenschaft eines guten Investors: 

Um Vermögen zu bilden, musst Du weniger ausgeben, als Du einnimmst und das Gesparte klug investieren.

Sparen ist die Grundvoraussetzung für die Bildung von Vermögen!

Denn:

Mit einem Haushaltsbuch sparst Du bis zu 20% mehr von Deinem Einkommen.

Ich kann jedem ein Haushaltsbuch empfehlen und falls Du noch nicht das passende Modell für Dich gefunden hast oder bisher mit dem Thema nichts anfangen konntest, dann wirst Du im folgenden Beitrag garantiert fündig: 

Haushaltsbuch einfach führen – Kostenlos als Excel, App und Vorlage

Neben einem Haushaltsbuch hilft Budgetieren enorm, um mehr Vermögen zu bilden. 

Als mir Rebecca ihre geheime Budgetmethode beibrachte, war ich hin und weg. 

Falls Du, egal ob Frau oder Mann, mehr Spaß beim Sparen haben möchtest, empfehle ich Dir die Rebbi Budgetmethode

Ich schlage den Markt oder: Die Geschichte des männlichen Egos

Als Privatanleger ist es möglich, über ein gut diversifiziertes Portfolio eine anständige Rendite mit geringen Schwankungen (Risiken) aufzubauen. 

Für alle, die mit dem obigen Satz nichts anfangen können, bitte bei meinem Newsletter anmelden (hier) und/oder sich über die eben genannten Begriffe informieren.

Weibliche Finanzblogger erobern die Welt

Immer mehr Frauen wagen sich an das Thema Vermögensaufbau ran. Die bekanntesten Finanzblogger(-innen) im deutschsprachigen Raum sind:

Die besten Finanzblogger Deutschland kannst Du hier einsehen

Aktien sind ein unverzichtbarer Bestandteil beim Aufbau eines langfristigen Vermögens. 

Oft denken Menschen, so wie ich früher, dass es sich lohnt, sich intensiv zu Informieren.

Man folgt dann ausgefeilten Strategien, die sich Value Investing oder technische Analyse nennen.

Man durchforsten tausende Foren, liest die Geschäftsberichte und die dazugehörigen Bilanzen und freut sich über das kluge Köpfchen.

Das alles machen wir, um eine sog. Überrendite gegenüber dem Markt zu erwirtschaften. 

Das ist Mumpitz. 

Frauen sind die besseren Investoren_Blogpost_Mumpitz_Geld-katze.de

Um langfristig erfolgreich an der Börse zu sein, brauchst Du eine einfache Strategie, die du einmal setzt und die anschließend für Dich arbeitet. 

Wer mehr darüber erfahren möchte, dem empfehle ich herzlich das neu erschienene Buch von meinem Bloggerkollegen Albert Warnecke. Der Finanzwesir beschreibt auf genussvollen 432 Seiten, wie Du Dir Deine persönliche Anlagestrategie aufbaust

Zurück zum Thema:

Wir Männer neigen dazu, Gewinne als Referenz für unserer allgemeinen Fähigkeiten anzurechnen. 

Ein typischer Fall von Selbstüberschätzung beim Investieren.

Wir fühlen uns groß und stark, wenn wir verkünden, dass sich die eigene Aktie jetzt verdoppelt hat und der Urlaub in diesem Jahr in Mauritius stattfindet. 

Leider verschweigen wir jedoch auch all zu gerne unsere Verluste.

Einer einfachen und drögen Strategie zum Vermögensaufbau folgen? 

Wie sollen wir dann unser Ego streicheln?

Wer die Eigenschaft der Selbstüberschätzung ablegen kann, hat klar bessere Chancen sein Vermögen zu vergrößern. 

Leider hindert uns Männer oft die wundervolle Droge Testosteron daran, diesen ehrlichen Schritt zu tun und noch erfolgreicher zu sein. 

Wieder ein Punkt für die Ladies!

Das Adrenalin beim Zocken

Zocken macht Spaß. 

Punkt!

In meinem Leben waren die Zockerfreunde, egal ob am Nintendo oder an der Börse, ausschließlich männlich.

Aufgrund des Adrenalins und des Egos (siehe Punkt zwei) fühlen wir uns einfach gut, wenn ein riskantes Spiel zu unseren Gunsten ausgeht.

So will ich behaupten, dass Frauen weniger anfällig für das Zocken sind und lieber eine sichere, langfristige Rendite haben wollen, als den kurzfristigen Nervenkitzel einer Übernahme oder eines IPOs.

​Warum Frauen deshalb bessere Investoren sind?

Nun, Männer neigen dazu öfter zum Traden.

Sprich: Aktien zu kaufen und zu verkaufen.

Neben der Illusion den Markt zu schlagen (Selbstüberschätzung), sind ebenfalls enorme Kosten die Folge solchen Handelns. ​

Das kostet enorm viel Rendite und ist einer der Gründe, warum Frauen bei geringerem Risiko eine ähnlich gute Performance hinlegen. 

Die DAB Bank hat in einer Studie knapp eine halbe Millionen Depots ausgewertet und voilà: 

Männer haben eine deutlich höhere Trading-Frequenz. 

Sie kaufen und verkaufen Wertpapiere wesentlich häufiger als Frauen. 

Wer den Kick eines Kaufs und Verkaufs kennt, weiß, wovon ich spreche. 

Doof nur, dass beim Zocken immer die Bank gewinnt. 

Deshalb geht hier der Punkt klar an die Frauen!

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Außerdem warten einige Vorteile auf Dich, die anderen Lesern verwehrt belieben. 

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Fazit und die Lehre

Viele Eigenschaften, die einen guten Investor ausmachen, stehen eher den Frauen als den Männern zu.

Ein guter Investor:

  • Kennt seine Ausgaben und Einnahmen genau.
  • Leidet nicht an einem großen Ego bzw. Selbstüberschätzung.
  • Und investiert das Geld lieber, als es zu verzocken.

Der einzige Grund, warum Frauen nicht auch statistisch wesentlich bessere Anlageentscheidungen treffen, liegt wahrscheinlich an dem selbst eingeschätzten Risikoprofil von Anlageentscheidungen. 

Wer sein Geld bunkert, verliert. 

Alleine im Januar 2017 lag die Inflationsrate bereits bei 1,9 %. ​

Sparbuch und Co. bringen einfach nicht viel. 

Relativ sichere Renditen sind über ein breit diversifiziertes Portfolio, über einen Zeitraum von +15 Jahren, locker zu erwirtschaften. 

Mit einer klaren Anlagestrategie und einem klareren Verständnis des Kapitalmarktes, bin ich überzeugt, dass Frauen die wesentlich besseren Investoren sind als Männer. 

Für Frauen gilt daher die Regel: Lesen und Lernen. 

Für uns Männer: Unsere Natur zu ändern bringt nichts.

Deshalb sollten wir unsere Spielplätze zum Zocken, Angeben und rumtollen weise wählen.

Beim Investieren haben diese Eigenschaften nichts zu suchen. 

Alternativ könnten wir die Finanzgeschäfte auch einfach an die besseren Investoren übergeben. 

Die lieben Frauen. 

Vielen Dank für Deine Zeit und liebe Grüße,

Euer Michael

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About the Author

Ich bin Michael Katzmann und meine Mission ist es, das Wissen um Finanzen und Geld einfach und verständlich zu vermitteln. Ja, jch bin ein Finanz-Nerd und seit 15 Jahren im Geschäft. Warum ich die Geldkatze gegründet habe? Ganz einfach. Es geht mir ziemlich auf die Nerven wie sehr wir alle von der Finanzindustrie veräppelt werden. Ich weiß woven ich spreche, da ich selber in dieser Industrie gearbeitet haben und nun die Seiten gewechselt habe... Ich verkaufe keine Finanzprodukte, sondern zeige Dir, wie Du die richtigen Entscheidungen triffst.

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