Wie du 12.000 Euro für einen Konto wechsel bekommst

By Michael Katzmann | Thema der Woche

Die meisten Deutschen haben ihr Konto bei der …

Konto wechseln? Wir sollten mal darüber reden.

Deine Mutter und dein Vater waren schon Kunden. Deine Freunde sind es auch und die Großeltern vertrauen ihr schon ein Leben lang.

Richtig, es handelt sich um die liebe Sparkasse.

Schon damals in der Grundschule kam ein Sparkassenmitarbeiter vorbei und verteilte Sparbüchsen für lau.

Fleißig sammelte ich Pfennige und D-Mark-Münzen, um am Weltspartag mit stolzer Miene zu sehen, wie viel Geld auf meinem Konto gelandet war.

Damals war es jedes Mal ein tolles Erlebnis und zu meinen Kinderzeiten wurden die Beträge noch in ein (Spar-)büchlein gedruckt!

Heute hat die Aufregung natürlich abgenommen und das Sparbuch ist dem Girokonto der Sparkasse gewichen.

Aber jetzt sollte Schluss sein! Weißt du, wieviel Geld dich so ein Konto im Leben kosten wird?

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Konto wechseln – Am besten sofort. Wie du 12.000 Euro und mehr dafür bekommst.

Was so ein Konto bei der Sparkasse kostet? Im Monat nicht viel. Jedoch hat mich der Podcast eines befreundeten Bloggers umgehauen. Er zahlt seit 30 Jahren (!) ca. 10 Euro pro Monat für die Kontoführung.

Das wären heute = 10 € *12 Monate * 30 Jahre = 3.600 €

Wenn er nun den gleichen Betrag (jährlich 120 €), mit durchschnittlich 5% verzinst hätte, wären es heute:

8.371,29 €.

By the way: Bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 7% wäre es heute:

12.128,76 €

7% sind unrealistisch? Nein, denn z.B. mit einem Dax ETF lag die durchschnittliche Rendite der letzten 30 Jahre bei 7,4%.

10 Euro pro Monat fühlt sich vielleicht wenig an, aber wie fühlst du dich bei 12.128 Euro?

Warum wechseln also nicht mehr Kunden die Bank? Es muss einen Grund haben!

Laut Studienergebnissen einer großen Bank denken 58 Prozent der Deutschen darüber nach, ihr Konto zu wechseln. Aber nur 20 Prozent, also nur jeder 5te, hat es schon mal gemacht.

Der Hauptgrund: Wir scheuen den organisatorischen Aufwand. Die Übertragung von Lastschriftinformationen und Daueraufträge ist halt auch einfach nervig.

Auch der Prozess der Kontoeröffnung ist für manche zu kompliziert.

Wer davon profitiert: Banken. Dazu kommt, dass viele die Summe bzw. die Opportunitätskosten (z.B. entgangene Renditen, wenn sie Ihr Geld stattdessen investiert hätten) nicht bewusst wahrnehmen.

Und genau hier liegt der kleine, aber feine Unterschied zwischen „nur“ 10 Euro im Monat und 12.128,76 Euro in 30 Jahren.

 

Sparen, ohne es zu merken

Investieren ist die Grundlage eines langfristigen Vermögensaufbau. Wer seine Sparquote erhöht, kann das übrige Geld investieren und so langfristig an seiner finanziellen Freiheit arbeiten. Je höher die Sparquote, um so schneller kannst du dein individuelles Ziel erreichen.

Da Sparen (manchmal keinen) Spaß macht, zeigt dir die Geldkatze wie du am besten „sparst, ohne es zu merken“. Für die Abonnenten meines Newsletters gibt es darüber hinaus weitere praktische Tipps und Anwendungsbeispiele.

Trag dich am besten gleich kostenfrei ein und profitiere davon!

Zurück zu den Kosten:

Nach einer Untersuchung von Udo Keller liegen die Gesamtkosten eines Durchschnittskunden in Deutschland zwischen 53 € und 286 € pro Jahr.

Wie hoch sind deine Kosten?

Wenn du wissen willst, wie viel dich dein Konto bisher gekostet hat (inklusive Opportunitätskosten) oder wie viel dich all das in Zukunft kosten wird, dann kannst du die Rechnung ganz einfach an einem Zinsrechner machen.

Leider auch ein Fakt: Am meisten Zahlen die Kunden dort, wo sie bereits als Kinder Kunden waren. Bei den 415 Sparkassen in Deutschland.

 

Auf was ich beim Kontowechsel achten sollte

An dieser Stelle muss leider gesagt werden, dass die Gesamtkosten eines Kontos selten klar und deutlich dargestellt werden.  

Veröffentlicht werden Lockangebote und genau deshalb solltest du bei einem Kontowechsel genau darauf achten, dass dir alle anfallenden Kosten aufgelistet werden.

Meistens stellt sich ein günstiges Angebot als überraschend teuer heraus.

Die drei geläufigsten Kosten sind:

  1. Kontoführungsgebühren
  2. Kreditkartengebühren
  3. Depotgebühren

Offensichtlich sind Kosten für dein Konto und ggf. für deine Kreditkarte. Manche Banken verlangen sogar Gebühren für die Aus- und Einzahlung von Geld. Gebühren auf einem Depot fallen auf jeden Fall an, wenn du Wertpapiere, wie z.B. Aktien, kaufst oder verkaufst.

Spiegel Online hat 73 Banken untersucht, die ein kostenloses Girokonto anbieten. Die Hälfte der Angebote war mit Fallstricken gespickt und lediglich 8 von 73 Banken boten wirklich ein kostenloses Girokonto mit kostenfreier Kreditkarte an.

Und auch bei den Dispozinsen zeigen Banken Mängel.

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Wie kann es sein, dass wir heute bei den Dispozinsen noch immer über den Tisch gezogen werden?

Geld sollte im Idealfall nur geliehen werden, wenn dadurch ein zusätzlicher (monetärer) Wert erzeugt wird. Manchmal entstehen jedoch unvorhergesehene Ausgaben.

Solltest du dich in dem Moment noch nicht um deine finanzielle Sicherheit gekümmert haben, muss schnell Geld her.

Dabei ist es erschreckend, dass trotz einer Gesetzesnovelle der Bundesregierung noch immer viele Filialbanken intransparent handeln.

An dieser Stelle eine Bitte von mir: Achte genau darauf, wann du wirklich Schulden aufnehmen möchtest. Der Unterschied zwischen guten und schlechten Schulden ist gravierend und kann langfristig deine finanzielle Freiheit verhindern!

Keine Lust den Beitrag zu lesen? Kein Problem: Hier kannst du dir mein Video dazu ansehen.

 

Filialbanken vs. Direktbanken

Wie oft gehst du zu deiner Hausbank?

Wie oft lässt du dich beraten?

Jeder Mensch ist anders gestrickt. Manche brauchen einfach jemanden, der vor ihnen sitzt. Das ist weder schlecht noch gut.

Jedoch solltest du auch bei deiner Filialbank Vorsicht walten lassen. Im letzten Beitrag „die sieben Investmentmythen“, habe ich dir gezeigt das Bankberater oft jene Produkte verkaufen müssen, die der Bank den höchsten Profit einbringen.

Schließlich hängt das Gehalt des Bankangestellten, und damit die Versorgung seiner Familie, von seiner Gehaltszahlung und damit von seinem Chef ab….

Also doch Direktbanken, die alles nur online abwickeln?

In den letzten Jahren habe ich viele Direktbanken ausprobiert und immer von den Tagesgeldangeboten profitiert

Mein Urteil: Alle waren sehr gut (mehr dazu im kommenden Newsletter).

Ich habe immer einen kompetenten und freundlichen Berater an der Strippe gehabt. Bei Problemen wurde mir bisher ausnahmslos und schnell geholfen. Die Kosten für die Führung des Kontos? Sie lagen bei Null Euro.

Die Vorteile: Neben ein paar Hundert Euro, die ich jedes Jahr durch die Tagesgeldkonten erhalten habe, bekam ich eine kostenloses Depot, niedrige Gebühren beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren und eine Kreditkarte, die ich weltweit nutzten kann.

Vergleichsportale und unzählige Kundenrezensionen bestätigen die Qualität von Direktbanken.

 

Fazit

Falls du jemanden brauchst, den du bei Bankgeschäften physisch vor dir haben möchtest, dann solltest du dir eine günstige Filialbank suchen.

Ein Konto zu eröffnen dauert meistens nur wenige Minuten und ist unkompliziert. Do it now!

Einige Banken bieten sogar einen Umzugsservice an (selbst hab ich diesen Service noch nie in Anspruch genommen).

Aber selbst wenn dir der Aufwand zu hoch erscheinen sollte, dann denk daran, dass es nicht nur um z.B. 10 Euro pro Monat geht, sondern um zig Tausende Euro!

Du hast die Wahl, was mit deinem Geld passiert:

Einen Schritt näher auf deine finanzielle Freiheit zugehen oder jemand anderen damit reich machen.

Das Schöne dabei ist: Du kannst wirklich Geld sparen, ohne eine einzige Einschränkung. Kein Verzicht und trotzdem mehr haben.

Auf was du immer achten solltest, sind die Gesamtkosten. Lass dich nicht von Lockangeboten verführen, sondern prüfe erst vor Vertragsabschluss erst, was dich das Konto insgesamt kosten wird.

Das gesparte Geld kannst du für den Aufbau deiner finanziellen Sicherheit verwenden. Ist diese bereits stabil, kannst du langsam damit beginnen, dein Geld zu investieren.

Lebt in Freiheit und mit Leidenschaft,

Euer M

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About the Author

Ich bin Michael Katzmann und meine Mission ist es, das Wissen um Finanzen und Geld einfach und verständlich zu vermitteln. Ja, jch bin ein Finanz-Nerd und seit 15 Jahren im Geschäft. Warum ich die Geldkatze gegründet habe? Ganz einfach. Es geht mir ziemlich auf die Nerven wie sehr wir alle von der Finanzindustrie veräppelt werden. Ich weiß woven ich spreche, da ich selber in dieser Industrie gearbeitet haben und nun die Seiten gewechselt habe... Ich verkaufe keine Finanzprodukte, sondern zeige Dir, wie Du die richtigen Entscheidungen triffst.

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